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Allgemeines
Der Slimliner ist ein professionelles Gerät für Reizstrombehandlungen zur Muskelkontraktion.
Reizstrom wurde schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts in verschiedenen Bereichen der Medizin zur Behandlung diverser Leiden eingesetzt. Heutzutage beschränkt sich der Einsatz meist auf die Schmerztherapie und eben die Muskelstimulation. So werden im Rehabilitationsbereich häufig Reizstrombehandlungen für den gezielten Muskelaufbau (genaugenommen Wiederaufbau) eingesetzt. Eine sehr spezielle, aber auch sehr interessante Einsatzform ist der moderne Herzschrittmacher. In der allgemeinen Schmerztherapie werden Reizstrombehandlungen bei einigen Krankheitsbildern sogar von verschiedenen als Behandlungsmethode anerkannt.
Im kosmetisch-ästhetischen Bereich beschränkt sich der Einsatz von Reizstrom auf Muskelstimulation. Durch die spezielle Beschaffenheit der Bandelektroden ist es möglich Durch die spezielle Beschaffenheit der Bandelektroden bietet der Slimliner die Möglichkeit, die Muskelaktivität der unterschiedlich langen Muskel in einem bestimmten Gebiet zu stimulieren. Dies hat meist einen sehr positiven Einfluß auf das umliegende Gewebe im Allgemeinen.
Wirkung
Ein Muskel ist ein Organ mit einer besonderen Eigenschaft: Er kann durch Zusammenziehung (Kontraktion) seine Form verändern. Die Wirkung des Reizstromes beruht auf der Anwendung spezieller elektrischer Stromimpulse, die das Ruhepotential von Nerven und Muskeln verändern (das heißt diese zu depolarisieren).
Reizimpulse werden von Gehirn bzw. Rückenmark über Nervenleitungen an die Muskeln geschickt. Das Resultat ist eine Kontraktion, die bei einem gesunden Menschen zu einer gesteuerten Bewegung führt.
Die medizinische Forschung versucht heutzutage sogar bei kranken Menschen, zum Beispiel im Fall von Lähmungen, mit Hilfe von speziellen Reizstromcomputern, patientenspezifische Reizstromkurven zu erzeugen, die wieder eine gezielte und harmonische Bewegung der gelähmten Gliedmaßen ermöglichen.
Auch in der Sportmedizin finden Reizstromgeräte häufig Anwendung, zum Beispiel wenn durch Verletzungen normale Trainingsabläufe unmöglich sind. Hier wird dann mittels Reizstrom einer kompletten Muskelatrophie (Muskelschwund) vorgebeugt. Ein Muskel, der nicht bewegt wird, verliert mit der Zeit an Volumen. Der Reizstrom bietet die Möglichkeit, ohne Gelenke oder Knochen belasten zu müssen, diesem Vorgang entgegenzuwirken. Ebenso wird während des Rehatrainings regelmäßig Reizstron eingesetzt, um den Ablauf effizienter zu gestalten.
Hierbei wurde festgestellt, das durch dieses elektrische Muskeltraining (zeitweise auch passives Bodybuilding genannt), nicht nur Muskelmasse aufgebaut, sondern auch Fettmasse abgebaut und dadurch das Gewebe gestrafft werden kann. Seitdem sind Reizstromgeräte nicht nur bei Ärzten und Physiotherapeuten anzutreffen.
In unserer heutigen Zeit, wo viele Menschen durch sitzende Tätigkeiten immer weniger Gelegenheit und vor allem Notwenigkeit, sich körperlich zu bewegen, ist die durch Reizstrom erzwungene Bewegung der Muskulatur von äußerster Wichtigkeit. Es findet bei der Reizstrombehandlung nämlich nicht nur eine Gewebestraffung statt, auch das Lymphsystem wird aktiviert. Der Abtransport der Lymphflüssigkeit (Schlackenstoffe) findet nämlich regulär nur bei Muskelaktivität statt.
Durch die Bewegung der Muskulatur wird die Mehrdurchblutung der Gewebezellen gefördert, das Blut mit mehr Sauerstoff versorgt und somit der Stoffwechsel angeregt.
Keine Angst vor Strom!
Die Strompulse, die bei der Reizstrombehandlung zur Anwendung kommen, sind sehr kurz (1-tausendstel Sekunde = 1 Millisekunde). Diese kurze Impulsdauer reicht aber bei einem gesunden Muskel aus, um eine Kontraktion zu erzwingen. Die Kontraktion des Muskels beginnt, leicht verzögert, nach etwa 20 Millisekunden und dauert je nach Größe der gereizten Muskelgruppe etwa 100 - 200 Millisekunden. In dieser Zeit fließt kein Strom.
Bei Behandlungsfrequenz von 5 Hz (d.h. 5 Impulse pro Sekunde), wird die behandelte Körperpartie, also während 1 Behandlungssekunde, nur 5 Millisekunden vom Strom durchströmt.
Die restlichen 995 Millisekunden fließt kein Strom. Daraus ergibt sich ein Strom/Pause Verhältnis von 1/200!
In der Pausenzeit findet trotzdem eine Kontraktion statt, da diese kurzen Reizimpulse ausreichen, die Kontraktion des Muskels zu veranlassen. Die Energie für diese Kontraktion wird jedoch nicht vom Reizimpuls geliefert, da dieser zu Beginn der Kontraktion schon lange nicht mehr anliegt, sondern vielmehr wird diese Energie aus dem Glykogen, dem Energiedepot des Muskels gewonnen. Die bei der Kontraktion verbrauchte Energiemenge (Arbeit) ist physikalisch gesehen nichts anderes, als das Produkt aus Kraft mal Weg (F x S). Der Weg ist die Auslenkung des Muskels aus der Ruhelage bis zum Maximum der Kontraktion. Je stärker also der Muskel arbeitet (kontrahiert), umso stärker ist auch der Energieverbrauch, also der Energieumsatz und je stärker ist auch somit auch der Einfluß auf das umliegende Gewebe. Bei einer 45-minütigen Behandlung mit 5 Hz fließt rein rechnerisch, nur über einen Zeitraum von 5 x 60 x 45 = 13.500 Millisekunden = 13,5 Sekunden Strom. Die in dieser Zeit vom Körper aufgenommene Energiemenge würde eine Taschenlampenbirne nur kurzzeitig aufleuchten lassen.
Funktionsweise
Durch Muskelarbeit wird Energie verbraucht. Ohne Energie bewegt sich bekanntlich nichts, weder ein Auto noch ein Muskel. Das ist ein physikalisches Grundprinzip, dem nicht nur Maschinen, sondern eben auch alle Lebewesen unterliegen. Jegliche vom Menschen benötigte, und damit auch die vom Muskel verbrauchte, Energie wird aus der aufgenommenen Nahrung gewonnen. Nehmen wir mehr Nahrung zu uns, als unser Körper verbraucht, lagert er Fett an. Eine Erfahrung die gerade in der westliche Welt viele Menschen machen. Verbrauchen wir mehr Energie, als wir an Nahrung zuführen, so wird Fett abgebaut. Energie wird bei jeder Muskeltätigkeit verbraucht, egal ob die Muskeltätigkeit vom Gehirn oder von einem Reistromgerät ausgelöst wird.
Die Beschreibung, wie sich die Umwandlung der Fettzellen in Glykogen in allen Einzelheiten vollzieht, würde den Rahmen sprengen. Es ist ein recht komplizierter biochemischer Prozess, bei dem unter anderem die Schilddrüsenhormone eine entscheidende Rolle spielen. Im Prinzip ist es aber so, dass der Wirkungsmechanismus bei der Reizstrombehandlung der gleiche ist wie es bei jeder anderen Form von Muskeltraining: Je stärker ein Muskel trainiert wird, umso größer ist der Erfolg.
Auch das Resultat bei einer Reizstrombehandlung ist proportional zur Kontraktionsstärke und somit zur eingestellten Intensität und zur eingestellten Frequenz. Mehr Arbeit bedeutet auch mehr Energieverbrauch.
FAQ
Was spürt man während der Behandlung?
Die Stromimpulse, die zur Anwendung kommen, sind sehr kurz (1 Millisekunde) und lassen sich in ihrer Intensität regulieren. Diese kurze Impulsdauer reicht aus, um eine Kontraktion zu erzwingen. Sie beginnt nach etwa 20 Millisekunden und dauert je nach Größe der gereizten Muskelgruppe etwa 100 - 200 Millisekunden. In dieser Zeit fließt kein Strom. Bei einer Behandlungsfrequenz von 5 Hz wird die behandelte Körperpartie (also während einer Behandlungssekunde) nur 5 Millisekunden vom Strom durchströmt, d.h. bei einer Behandlungszeit von 45 Minuten fließen ingesamt nur 13,5 Sekunden lang Strom.
Wie oft und wie lange?
Je nach gewünschtem Resultat beinhaltet ein Behandlungszyklus zwischen 10 und 15 Behandlungen. Die Dauer einer Anwendung beträgt regelmäßig etwa 45 Minuten.
Kann der Slimliner ein Fitnesstraining ersetzen?
Die Antwort ist leider Nein. So angenehm dies auch wäre, ein ausgewogenes Sportprogram und im speziellen auch das Kardiotraining ist für eine gesunde Lebensweise leider nicht zu ersetzen. Auch hat sich gezeigt, daß der Slimliner gerade in Verbindung mit einem „normalen“ Trainingsprogramm sein volles Potenzial verwirklichen kann.
Was sind die Gründe dafür?
Dies liegt im Grunde an drei Aspekten:
- Auch wenn das „Training“ durch Reizstrom für sich genommen sehr intensiv ist, so ist es doch relativ einseitig. Dies führt zum einen dazu, daß Muskelgruppen nur in einem begrenzten Maße ausgewogen trainiert werden können. Zum anderen kann nach einiger Zeit ein Gewöhnungsprozess einsetzen und so die Effektivität deutlich mindern.
- Die Stimulation des kompletten Nervenapparates fehlt.
- Der Reizstrom kann in keiner Weise ein Kardiotraining ersetzen.
Preise
Die Behandlungsdauer beträgt 45 Minuten.
33 € Schnupperbehandlung
68 € Einzelbehandlung
490 € 10 Behandlungen
660 € 15 Behandlungen
800 € 20 Behandlungen